Richtlinie

Schwachstellenmanagement

Aktualisiert: April 2026 · aidX AG, Pfäffikon ZH, Schweiz

Diese Richtlinie beschreibt, wie die aidX AG Sicherheitsschwachstellen in allen Systemen und Softwarekomponenten von mentalhealthGPT.ch identifiziert, bewertet, priorisiert und behebt.

1. Geltungsbereich

  • Gesamte Produktions- und Staging-Infrastruktur (Server, Container, Netzwerk)
  • Backend- und Frontend-Anwendungscode (Node.js, Next.js, Python-Worker)
  • Drittanbieter-Abhängigkeiten (npm-Pakete, Systembibliotheken, Docker-Basis-Images)
  • Drittanbieter-Integrationen (Zoom, Stripe, Infomaniak AI)

2. Erkennung von Schwachstellen

  • npm audit wird automatisch bei jedem CI/CD-Pipeline-Build ausgeführt
  • Hohe und kritische npm-Schwachstellen blockieren das Deployment bis zur Behebung
  • Docker-Basis-Images werden bei jedem Deployment neu aufgebaut
  • Betriebssystem-Sicherheitsupdates werden regelmässig auf allen Servern eingespielt
  • Code-Review auf Sicherheitsprobleme vor dem Mergen in den main-Branch
  • Verantwortungsvoller Meldeprozess (Responsible Disclosure) über security@aidx.ch

3. Schweregradklassifikation

Kritisch Sofortige Behebung erforderlich; Deployment blockiert bis zur Lösung.

Hoch Behebung innerhalb von 7 Tagen; Hotfix-Prozess wird eingeleitet.

Mittel Behebung innerhalb von 30 Tagen; Verfolgung im Entwicklungs-Backlog.

Niedrig Behebung innerhalb von 90 Tagen oder als akzeptiertes Risiko dokumentiert.

4. Behebungsprozess

  • Schwachstelle identifiziert → Schweregrad bewertet → Verantwortlicher zugewiesen
  • Patch in isoliertem Feature-Branch entwickelt → Code-Review → Staging → Produktion
  • Kritisch/Hoch: Notfall-Patch-Prozess umgeht den normalen Release-Zyklus
  • Alle Behebungen werden mit Beschreibung, angewendetem Fix und Deployment-Datum dokumentiert

5. Abhängigkeitsverwaltung

  • Minimales Abhängigkeitsprinzip kein Paket ohne klare Begründung und Review
  • Alle neuen Abhängigkeiten werden vor der Übernahme auf bekannte Schwachstellen geprüft
  • Ausschliesslich Node.js LTS-Versionen Aktualisierung bei neuen LTS-Releases
  • Docker-Basis-Images auf spezifische Versionen festgelegt und regelmässig überprüft
  • package-lock.json im Git gespeichert für reproduzierbare Builds

6. Secrets & Zugangsdaten-Sicherheit

  • Alle Secrets ausschliesslich über HashiCorp Vault verwaltet (KV v2, Transit Auto-Unseal)
  • Secrets werden beim Container-Start nur in den In-Memory-Tmpfs gerendert nie auf Disk
  • Keine Secrets in Quellcode, Docker-Images oder Environment-Dateien im Git
  • Kompromittierte Zugangsdaten werden sofort über Vault rotiert
  • Separate Vault KV-Mounts für Staging- und Produktionsumgebungen

7. Drittanbieter-Integrationssicherheit

  • Zoom, Stripe und Infomaniak APIs werden auf Sicherheitshinweise überwacht
  • OAuth-Tokens verschlüsselt gespeichert (AES-256-GCM) bei Kompromittierung rotiert
  • Webhook-Signaturen werden verifiziert (HMAC-SHA256) um Spoofing zu verhindern
  • API-Zugangsdaten ausschliesslich in HashiCorp Vault nie im Quellcode

8. Kontakt

Zur Meldung einer Schwachstelle:
security@aidx.ch

aidX AG
Bachtelstrasse 57, 8330 Pfäffikon ZH, Schweiz